Reisen‎ > ‎

Australien 2009

Ein kleines Reisetagebuch aus Down Under. 6500Km von Sydney nach Perth in knapp 3 Wochen Fahrzeit, also viel Zeit für die Flora, Fauna und einfach Urlaub :)

undefined

06.01.2010 - 10.01.2010 - Western Australia

veröffentlicht um 16.01.2010, 11:14 von Markus Litz   [ aktualisiert: 16.01.2010, 11:38 ]

In den nächsten Tagen merken wir das wir uns langsam wieder so richtig in der Zivilisation befinden. Die Städte werden größer und die Strassen werden voller. Wir reagieren darauf indem wir so langsam richtig in ein Urlaubstrott kommen. Wir besuchen an der Westküste Margaret River, wo wir zwei schöne Tage lang einfach versacken und fahren dann weiter nach Bunbury da wir gehört haben das es dort am Strand wilde Delfine geben soll. Schon auf dem Hinweg nach Bunbury hören wir im Radio wir in den lokalen Nachrichten erwähnt wird das ein toter Delfin gefunden wurde - eine Stadt in der einzelne Delfine und deren Schicksal es sogar in die Nachrichten schaffen bestätigt uns darin das es eine gute Idee war dort mal vorbei zu schauen.
In Bunbury angekommen erfahren wir erstmal das es die Delfine in der tat gibt, aber da es wilde Tiere sind muss man einfach Glück haben das sie kommen, und überhaupt kommen sie wenn dann nur morgens. Die Hitze ist heute mal wieder enorm, also nutzen wir die Vorzüge einer echten Stadt und gucken uns einen Film im klimatisierten Kino an (Avatar in 3D - yes!). 
Am nächsten Morgen stehen wir dann so früh wie schon lange nicht mehr auf und torkeln halb im Schlaf zum Strand auf der suchen nach Flipper. Und in der tat, irgendwann zwischen 8 und 9 Uhr kommt dann eine Delfinmutter und ihr kleines bis zum Strand rangeschwommen. Es sind in etwa 8 Tiere die regelmässig bis an den Strand kommen und man kann die einzelnen Tieren an den unterschiedlichen Finnen erkennen, also die Einheimischen können das zumindest - der brillenlose Markus hält allesamt erst mal für Haie ;)
Der weibliche Delfin der uns besuchen kommt ist sehr gemütlich, nicht so wie man es erwartet springend und gackernd, und kommt wohl seit ihrer Geburt vor mehr als 10 Jahren sehr oft an den Strand. Das kleine Tier (naja, auch schon 1.5 Meter immerhin lang) an ihrer Seite ist die ihr Nachwuchs und trägt den tollen Namen Eclipse. In Bunbury hofft man das sich das junge Tier vielleicht auch so entwickelt wie die Mutter und dann regelmässig kommt auch wenn es selbstständig ist und sich das fortsetzt wenn es selber dann mal auf Eclipse basierenden Nachwuchs hat ;)
Von Bunbury aus fahren wir dann nach Fremantle, was schon zu Perth gehört und damit das Ende unserer Reise einläutet. Hier gammeln wir noch mal ausgiebig einen Tag lang und genießen die kleine alte Hafenstadt mit ihrem traditionellen Markt.






Der Helfer in der Not

veröffentlicht um 16.01.2010, 10:56 von Markus Litz   [ aktualisiert: 16.01.2010, 23:50 ]

Zuerst haben wir ja überlegt ob wir eventuell ein Satelitentelefon für die Reise leihen sollen damit wir nicht verloren gehen. Doch dieser kleine Helfer hier hat uns dann ausgereicht. Im Handschuhfach lag dieser kleine Sender der nur genau einen Schalter hat, den Panik-Knopf. Einmal gedrückt wird wie uns versichert wurde halb Australien geweckt um uns zu suchen. Da dann wirklich von einem Notfall ausgegangen wird wurden wir auch gleich gewarnt das nicht gleich mal auszuprobieren wenn wir mal kein Sprit mehr haben oder uns die Nudeln ausgehen...
































































05.01.2010 - Valley of the Giants

veröffentlicht um 14.01.2010, 05:43 von Markus Litz   [ aktualisiert: 14.01.2010, 06:11 ]

Heute sind wir den kompletten Tag nur in tropischen Wäldern unterwegs. Es ist einfach beeindruckend wie schnell man hier vollständig unterschiedliche Landschaften bewundern kann. Vor einigen Tagen wuchs vor lauter Hitze noch kaum was, und nun latschen wir durch die Tropen!
Wir machen einen Abstecher durch das "Valley of Giants", in dem es einige echt beeindruckende Exemplare zu bestaunen gibt die bis zu 400 Jahre alt sind. Besonder zu erwähnen ist noch der "Treetop walk", bei dem man die Möglichkeit hat auf einer kleinen, schwingenden Brücke in und über den Baumgipfeln der Riesen zu laufen. Der kleine Markus musste zwar unten bleiben, aber es soll ein toller Nervenkitzel gewesen sein, auch wenn es nur ein paar hundert Meter sind und der Spaß nach einer Viertelstunde schon wieder vorbei ist.




04.01.2010 - Denmark

veröffentlicht um 14.01.2010, 05:35 von Markus Litz   [ aktualisiert: 14.01.2010, 06:10 ]

Wir haben erfahren das in Denmark am Strand Abends ein ganzes Rudel von ca. 50 Kängurus ihr Unwesen treiben soll. Kängurus sind zwar hier keine Seltenheit und finden sich überall, aber so viele auf einem Haufen interessieren uns doch sehr. Also beschließen wir heute in Denmark in einer kleinen gemütliche aussehen Bucht zu übernachten. Leider lässt sich die springende-Gang nicht blicken und es ist sogar echt ein Tag wo wir generell nur einen der drolligen Hüpfer zu sehen bekommen, und zwar als es gerade vor hat mir mal eben vor den Kühler zu springen - zum Glück ist aber nichts passiert. Dafür haben wir anderweitig Glück und bekommen unterwegs einige Kamele (oder Dromedare, wie war das gleich?) zu sehen :)



Fährtenleser

veröffentlicht um 14.01.2010, 05:27 von Markus Litz   [ aktualisiert: 14.01.2010, 05:33 ]

Lange haben wir überlegt ob wir ein GPS Gerät brauchen. Wir haben uns dann dagegen entschieden, und es die ersten Kilometer in Sydney gleich bereut. Als ob man nicht genug damit zu tun hätte das hier alle auf der falschen Seite fahren.
Im Endeffekt muss man aber sagen das es die beste Entscheidung war mit einer schnell noch gekauften Karte unterwegs zu sein. Man ist gezwungen sich mit dem Land auseinander zu setzen und entwickelt mit der Zeit einfach ein Gefühl dafür wo-was in etwa liegt und wie weit es dort hin noch ist...und wie hoch die Chance ist dort evtl auf Wasser/Strom/Internet zu stossen ;)

03.01.2010 - Hopetoun

veröffentlicht um 11.01.2010, 17:22 von Markus Litz   [ aktualisiert: 11.01.2010, 17:34 ]

Nachdem die Sonne uns hier zu richtigen Frühaufsteher und uns heute zudem noch nervig große Stechfliegen zu schaffen machen sind wir recht bald schon wieder unterwegs. Unser Ziel ist ein kleiner Nationalpark in der Nähe des Kuhdorfes Hopetoun. Wir planen recht früh da zu sein um einfach weiter ziehen zu können falls es uns da doch nicht gefallen sollte.
Gestern noch waren wir begeistert wie toll der Wagen die Widrigkeiten des Outbacks gemeistert hatte, und heute platzt und bei 110 KM/h doch einfach mal so ein Reifen. Und das auch noch auf einer schnöden Asphaltstrasse! Zum Glück hatten wir kein Gegenverkehr und so ist nichts passiert. Naja, endlich mal Gelegenheit um zu den Ersatzreifen hinten vom Auto zu fummeln. Man sollte meinen so einen relativ großen Reifen bei mehr als 40 Grad wechseln zu müssen nervt einen ganz schön an, allerdings wäre das doch gleich sowas wie einer angenehmen Aufgabe viel näher gekommen wenn wir nicht die ganze Zeit von Millionen (mindestens!) von Fliegen bestürmt worden wären. diese kleinen Biester sind eindeutig nerviger als in Deutschland und versuchen die ganze Zeit einem in den Mund oder in die Nase zu kriechen - als ob es da so toll wäre! Bei der Gelegenheit lerne ich also nicht nur wie man mit einem ganz abenteuerlichen Wagenheber auf schlechtem Untergrund so ein fettes Auto aufbockt, sonder direkt auch noch wie es sich anfühlt wenn einem eine Fliege in die Luftröhre fliegt und dort ne Weile wild zappelt. Glücklicherweise kann man Fliegen aber prima wieder aushusten ;)
Als wir dann in Hopetoun ankommen sind wir hellauf begeistert. So haben wir uns das Paradies vorgestellt. Kolimeterlang nur malerischer Strand, das Wetter einfach perfekt und die Stadt selbst irgendwie niedlich. Das Wasser ist zwar ein wenig kalt, aber dafür schwimmen Rochen drin rum die so gut getarnt sind das man sie immer erst sieht wenn man fast drauf tritt und die dann davon düsen. Als wir über die Dünen gehen ist der Ausblick einfach nur cool, vor uns das Meer in dem sich die Sonne spiegelt, und hinter und sieht man nicht viel von dem Dorf oder gar unserem Auto weil alles unter einer Baumdecke versteckt ist. Wahnsinn ist das toll hier!! Wir spielen ernsthaft mit dem Gedanken mal mehr als eine Nacht einem Ort zu bleiben...






02.01.2010 - Esperance

veröffentlicht um 06.01.2010, 18:59 von Markus Litz   [ aktualisiert: 06.01.2010, 19:38 ]

Heute wollen wir in das weit entfernte Esperance. Zum einen weil uns unterwegs von einem anderen reisenden diese Stadt als so schön angepriesen wurde, und zum anderen weil die so super coole Werbungbanner für ihren Urlaubsort haben auf denen Sie berichten wie 1973 über ihrer Stadt ein Sattelit abgestürtzt ist und die sehr auf Sauberkeit bedachte Stadt dem Eigentümer kurzerhand 400$ für Umweltverschmutzung abgenommen haben :D 
Esperance ist jedoch ewig weit weg, zumindest wenn man die Strassen benutzt. Angespornt von unserem gestrigen Ausritt in die Wildniss beschliessen wir auf Schotterpisten Massen an Zeit und Kilometern zu sparen indem wir quasi Luftlinie reisen ;)
Eins haben wir ja hier schon gelernt, und zwar das jeden Morgen bei unserer Packweise der erste Kilometer (oder der erste Kreisverkehr, je nach dem was zuerst kommt *g) dafür sorgt das alles sich im Auto noch mal neu sortiert und in die endgültige Reiseposition poltert. Aber auf den ersten Kilometern unserer eingeschlagenen Schotterpiste haben wir das Gefühl das uns die Karre gleich auseinander bricht. Unser eingeschlagener Weg ist voller kleiner und mittelgroßer Schlaglöcher so das wir nur so springen wie ein Känguru. In einem Moment der geistigen Verzweiflung finden wir jedoch dafür eine Lösung: man muss nur unvernünftig schnell fahren damit die Dämpfer die kleinen Schlaglöcher abfedern. So mit ca 70 KM/h merkt man von denen eigentlich fast gar nichts mehr. Dummerweise hat man dann nur kaum noch Zeit um auf die mittelgrossen und grossen Löcher im Boden zu reagieren. So wird das ganze irgendwie mehr zu einem Adrenalindurchtränkten Flug durch das äussere Outback als zu einer Fahrt - toll! Abend habe ich sogar einen leichten Muskelkater in den Armen und stark verkrampfte Schultern vom verbissenen am Lenker reissen ;)
In Esperance angekommen stellen wir fest das die Stadt zwar ganz nett ist, außer uns aber halb Australien den selben Tipp bekommen zu haben scheint und das kleine Dorf aus allen Nähten platzt. Graumsam! Wir flüchten einige Kilometer zurück aus der Stadt und finden ein lauschiges Plätzchen an einem kleinen Waldrand in der Nähe des Strandes.





01.01.2010 - Nullabor

veröffentlicht um 06.01.2010, 01:23 von Markus Litz   [ aktualisiert: 06.01.2010, 01:29 ]




Heute durchqueren wir einen großen Teil der Nullabor Ebene. Hier ist es einfach irre heiss, und es wächst nichts über Knie- oder Knöchelhöhe hinaus. Das bei derart abartigen Temperaturen überhaupt was wachsen kann ist sicherlich der Nähe zur See hin zu verdanken, denn weiter nördlich ist dann auch nur noch Wüste. Ein Dingo hat beschlossen einfach mal so uns vor den Wagen zu springen, sein Leben verdankt er Tanjas guter Reaktion. Aber blöd geguckt hat er dennoch, dieses verstaubte kleine Monster (ob die wohl schlecken??).
Nach dem durchqueren der Ebene kommen wir im Land der letzten frei lebenden Kamele eine karge, aber wirklich tolle Küstenlandschaft zu sehen an der man in der richtigen Jahreszeit (leider Mai bis Oktober) Waale beobachten die so nah an die Küste kommen das man sie von den Klippen aus beobachten kann. Uns muss der Ausblick reichen, und es ist auch super um eine Pause zu machen und sich von der frischen Meeresbrise aus abkühlen zu lassen. 
Unser Ziel für heute ist eigentlich Eucla gewesen, das erste Dorf nach der Nullabor Ebene. Nur konnten wir ja vorher nicht wissen das Eucla uns ganz furchtbar erscheint. Langweilig und unheimlich wie aus einem schlechten Film und so entscheiden wir uns weiter zu fahren und uns erstmal den Strand anzusehen. Der jedoch ist der Hit - Kilomterlanger (nicht übertrieben) weisser, menschenleerer Sandstrand vom feinsten. Und zum erstens mal können wir auch von unserem Allrad gebrauch machen da wir mit dem Auto bis zum Strand fahren wollen und prompt in einer Düne stecken bleiben - wat Spaß!! :D




Monopol

veröffentlicht um 05.01.2010, 03:27 von Markus Litz

Gibt auch in diesem Fall schlimmeres....;)

Wertschätzung

veröffentlicht um 05.01.2010, 03:18 von Markus Litz

Und wieder einmal stimmt: Manche Dinge lernt man erst richtig zu schätzen wenn man sie nicht mehr hat...




1-10 of 22